Was ist eCPC (effective Cost-per-Click)?
Der effective Cost-per-Click (eCPC) ist der tatsächlich gezahlte Durchschnitts-Klickpreis in einer PPC-Kampagne — im Unterschied zum Maximum-CPC, der nur die Obergrenze definiert, die der Advertiser pro Klick bereit ist zu zahlen.
Wie der eCPC zustande kommt
In Googles Auktions-Logik wird pro Klick nicht der Max-CPC fällig, sondern nur der Mindest-Betrag, der den Klick zur erreichten Position rechtfertigt. Die vereinfachte Formel:
eCPC = (Anzeigen-Rang des nächsten Konkurrenten / eigener Quality Score) + 0,01 €
Praktisch heißt das: Wer einen deutlich höheren Quality Score hat als die Konkurrenz, zahlt deutlich weniger als sein Max-CPC.
Wie Quality Score den eCPC senkt
Der Quality Score basiert auf drei Komponenten:
- Erwartete Klickrate — wie wahrscheinlich klicken Nutzer auf die Anzeige?
- Anzeigen-Relevanz — passt der Anzeigentext zum Such-Keyword?
- Landing-Page-Erlebnis — ist die Ziel-Seite relevant, schnell und hilfreich?
Eine Verbesserung des Quality Score von 5/10 auf 8/10 kann den eCPC um 30-50 Prozent senken — bei identischer Position und identischer Klick-Zahl.
Bid-Strategien und ihr Effekt auf den eCPC
Drei verbreitete Strategien mit unterschiedlicher eCPC-Logik:
- Manuelles Max-CPC-Bidding — Advertiser legt Max-CPC pro Keyword fest, eCPC ergibt sich aus Auktion
- Enhanced CPC (ECPC) — Google passt Max-CPC automatisch an, wenn Konversion wahrscheinlich
- Maximize Conversions — Google steuert auf Konversions-Volumen, Max-CPC wird flexibel
Was eCPC nicht ist
Der eCPC ist kein Erfolgs-KPI und kein Vergleichsmaßstab zwischen Branchen. Ein niedriger eCPC bei schlechter Klick-Qualität ist wertlos. Was zählt: Cost-per-Qualified-Lead, nicht Cost-per-Click.